Hey! Ich bin Laura
Ein 16-jähriges Mädchen, das gerade ihren Schulabschluss gemacht hat (Juni 2026). Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf im Süden Deutschlands. Meine Kindheit war geprägt von ganz viel frischer Luft, Natur und mit anderen Kindern auf der Straße spielen. So wie man sich das vorstellt und womöglich auch wünscht. Ich persönlich bin auf jeden Fall dankbar dafür.
Was mich da vielleicht schon ein wenig “anders” gemacht hat, war meine Neugierde, Dinge zu lernen. So habe ich mir das Lesen beigebracht, meine Mama gefragt, ob sie mir einfache Rechenaufgaben stellen kann, Geschichten geschrieben und gemeinsam mit meiner Oma ein Arbeitsbuch gekauft, in dem ich Schreibschrift üben konnte.
Mit 6 Jahren wurde ich dann eingeschult und weil mir ziemlich schnell langweilig wurde, bin ich vier Wochen später direkt in die zweite Klasse spaziert. Die kognitive Förderung war da zwar besser, allerdings fanden meine Klassenkammerad:innen und auch Lehrer:innen das nicht so toll (wenn man es mal lieb ausdrückt).
So habe ich auch zum ersten Mal das Interesse am Lernen verloren und aus einem kleinen Mädchen, das sich auf die Schule gefreut hat und immer mit anderen gespielt hat, wurde ein Mädchen, das nicht mehr in den Unterricht wollte und den Großteil ihrer Zeit allein verbracht hat.
Mit Beginn der dritten Klasse habe ich mich mit meinen Eltern für einen Schulwechsel entschieden. Und auch wenn ich das zuerst gar nicht wollte, waren die letzten Jahre der Grundschule doch noch richtig schön.
Mein weiterer Weg ging wenig überraschend auf dem Gymnasium weiter. Kleiner Fun Fact an dieser Stelle: Ich habe schon immer in Deutschland gewohnt, bin aber für die weiterführenden Schule jeden Tag nach Österreich gefahren, was in unserer Region allerdings gar nicht so unüblich ist.
Die Corona-Pandemie hat mir, zumindest was das Lernen betrifft, ziemlich in die Karten gespielt, denn morgens habe ich die Aufträge ziemlich schnell abgearbeitet und konnte den Rest des Tage das machen, was mich wirklich interessiert hat.
Als der normale Unterricht dann allerdings wieder losging, bin ich immer weiter zurück in alte Muster aus der Grundschule gefallen. Ausgrenzung, Mobbing und Unterforderung haben mich psychisch ganz schön mitgenommen, weshalb ich Ende der achten Klasse als einzigen Ausweg das Überspringen einer weiteren Klasse gesehen habe. Gesagt, getan habe ich mir innerhalb 9 Wochen den Stoff eines gesamten Schuljahres beigebracht und bin mit 13 Jahren in die zehnte Klasse gewechselt.
Hier bin ich zum ersten Mal auf Menschen gestoßen, die mich so akzeptiert haben, wie ich bin. Deren Intentionen nicht von Eifersucht und Neid geprägt waren, sondern die echtes Interesse und eine Art Bewunderung gezeigt haben, die ich zuvor noch nie erlebt hatte. Ich habe angefangen, mich mehr mit mir selbst auseinander zu setzen und zu lernen, dass es okay ist, “anders” zu sein. Dieser Weg der Besserung hat zwar noch eine ganze Weile gedauert (und ich würde behaupten, dass ich mich da immer noch befinde), aber dennoch wurden die letzten drei Schuljahre zu den schönsten meines Lebens.
Mit 14 Jahren und Beginn der Sommerferien vor der zehnten Klasse, habe ich mit Social Media angefangen. Der Beweggrund erschließt sich mir bis heute nicht ganz, aber ich schätze, ich hatte schon immer das Bedürfnis, mich mitzuteilen und andere zu inspirieren.
Jetzt habe ich mit 16 Jahren meine Matura in der Tasche (die österreichische Äquivalenz zum Abitur) und ziehe für mein Traumstudium (PPLE) nach Amsterdam.
Neben diesem ganzen akademischen Zeugs, bin ich aber auch einfach ein vielfältiger, junger Mensch. Ich mache unfassbar gerne Sport, habe einen kreativen Kopf, finde Freude und Begeisterung in den kleinen Dingen und liebe es, nicht nur akademische Dinge zu lernen, sondern mich auch anderweitig weiterzubilden.
Mir wird oft gesagt, dass ich für mein Alter schon ziemlich weit und unfassbar reflektiert bin. Das sehe ich selbst häufig nicht so, aber wenn ich dann mal wieder die Jüngste im Raum bin, muss auch ich mir eingestehen, dass da wohl was dran ist. Und wenn ich all das hier so runter schreibe, dann liegt es auch ein wenig auf der Hand, warum das so ist.
Irgendwann habe ich mir gedacht, dass andere Menschen von all dem Wissen, das sich bei mir angesammelt hat, und den Erfahrungen, die ich bereits gemacht habe, profitieren könnten. Ich hätte mir schließlich auch ein Ort gewünscht, an dem ich all das “nachschlagen” hätte können oder mich jemand vielleicht ein wenig an die Hand genommen hätte, anstatt erstmal alles selbst lernen zu müssen. Am Ende des Tages muss es zwar jede/r wirklich selbst für sich lernen, aber ein bisschen Unterstützung kann doch nie schaden, oder?
Und obwohl ich mit Social Media schon viel von diesem Wunsch, andere zu inspireren, erreicht habe, kam mir irgendwann der Gedanke zu Laura Studio. Aus dem Gedanke wurde eine konkrete Idee, die sich immer weitergesponnen hat, daraus dann ein Word-Dokument mit dem Namen “Laura’s Delulu Projekt” und irgendwann dann diese Website hier. Denn wenn ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt habe, dann widme ich dem meine ganze Aufmerksamkeit und Zeit, bis aus der besagtem Vision eine Realität wird.
Wenn Laura Studio am Ende also wirklich dazu beiträgt, dass du dich ein kleines bisschen weniger verloren fühlst, etwas Neues lernst oder eine Idee mitnimmst, die dich noch lange begleitet, dann hat dieser Ort alles erfüllt, was ich mir ganz zu Beginn in mein Word-Dokument aufgeschrieben habe.
Falls es dich bis hier her geführt hat, dann möchte ich mich bei dir bedanken. Es freut mich riesig, dass du hier bist!
Laura Studio ist ein Herzensprojekt, das gerade erst beginnt. Und ich wäre froh, wenn du ein Stück davon mit begleitest und etwas findest, das dich inspiriert oder dir genau im richtigen Moment weiterhilft <3

